Aktuelle Austellung

HUNDERTWASSER TOTAL

Galerie Goeken präsentiert an zwei Standorten Werke und Ideen von Friedensreich Hundertwasser anlässlich der Nacht der Galerien im Schauraum am 7.9. ab 18 Uhr

In den Ausstellungsräumen der Galerie Goeken in der Hollenbeckerstraße 28 zeigen wir aus einer Sammlung eines Münsteraners Originalgrafiken aus der frühen Schaffensperiode von Hundertwasser 1951 -1979.

Diese noch selten in Norddeutschland gezeigten Werke geben  einen guten Überblick über die verschiedenen Drucktechniken, die Friedensreich Hundertwasser angewandt hat.

Am Standort am Rosenplatz 10 widmet sich die Ausstellung dort der Auseinandersetzung von Hundertwasser mit dem Bauhaus. Der Künstler nahm früh am Diskurs zwischen geometrischer und expressiver Abstraktion teil. Er setzt in seiner Malerei wie auch in seiner Architektur auf Intuition, Individualisierung und visuelle Reize wie Vielfarbigkeit u.a. Schmuckelemente. Die Einbeziehung der Natur in seine Häuser, z.B. Baumbepflanzung auf den Hausdächern, ist typisch für seine Kunst. Da in seiner Architektur sowie auch in  seiner  Malerei nur „natürliche“ Formen und Flächen für seine Motive in Frage kommen, gibt es z.B. keine „geraden“ Linien und geometrischen Flächen, sondern Wellen und vor allem Spiralen, die für ihn das wichtigste Symbol des Universums sind. Diese Haltung steht den Theorien des Bauhauses diametral entgegen, die sich auf Rationalität, Funktionalität und an Geometrie ausgerichtete, strukturierte Konzepte, meist auch monochrom, stützen. Nach Hundertwasser hemmt diese Lehre die Kreativität : „Zwei Generationen von Bauhaus-Architekten haben unsere Wohnwelt zerstört“.

Hundertwassers Positionen in der Malerei und Architektur, die zu seiner Zeit ein Novum waren, wendeten sich gegen jegliche Standardisierung, sie zielten auf eine Derationalisierung der Kunst.

Das Hundertwasser-Event am 7.9. wird abgerundet durch Bier aus Hundertwassergläsern.

Die Araberin, Farblithographie, 1955

Haus Wien, nach Ideen und Entwürfen Hundertwassers, 1983-85

Haus am Horn, Weimar 1923, Foto von B. Halfmann